Steuertip: Auch Sach­spenden lassen sich von der Steuer absetzen

13.05.2020

Spenden und Mitgliedsbeiträge dürfen Sie mit bis zu 20 % des Gesamt­betrags Ihrer Einkünfte als Sonderausgaben abziehen. Damit das Finanzamt die milde Gabe anerkennt, muss sie der Förderung mildtäti­ger, kirchlicher, religiöser, wissenschaftlicher oder anderer als beson­ders förderungswürdig anerkannter Zwecke dienen.

Auch Sachspenden wie Kleidung oder Spielsachen können als Sonder­ausgaben geltend gemacht werden. Hierzu muss der Spendenempfän­ger eine Zuwendungsbestätigung ausstellen und darin den gespen­deten Gegenstand, den Empfänger und den Wert der Spende bezeich­nen. Bei Sachspenden muss der „gemeine Wert der Spende“ ermittelt werden. Bei neugekauften Gegenständen ist dies unproblematisch, denn dann kann der Einkaufspreis aus dem Kaufbeleg zugrunde gelegt werden. Der Beleg muss zudem der begünstigen Organisation überge­ben werden.

Bei gebrauchten Gegenständen muss der Spender den Marktwert schätzen. Dann ist der Preis anzusetzen, zu dem der Artikel aktuell ver­kauft werden könnte. Ob es überhaupt einen Markt für den besagten (gebrauchten) Artikel gibt und wie hoch der Wert ist, kann durch einen Vergleich mit Kleinanzeigen und Internetinseraten ermittelt werden. Die Rechercheergebnisse sollten für Zwecke der Nachweisführung gespei­chert oder ausgedruckt werden.

Wer gleich mehrere Gegenstände spendet, darf dem Finanzamt zwar eine zusammengefasste Zuwendungsbestätigung mit einem Gesamtpreis vorlegen. Diese muss aber um eine Einzelaufstellung ergänzt werden, in der die Gegenstände einzeln mit Angabe von Kauf­datum, Preis, Zustand und Marktwert bezeichnet sind.

Hinweis: Neben dem „regulären“ Sonderausgabenabzug für Spenden gibt es noch spezielle Abzugsregeln für Spenden und Mitgliedsbeiträge an politische Parteien sowie unabhängige Wählervereinigungen.

Die Quattek & Partner Steuerberatungsgesellschaft in Göttingen steht Ihnen bei Fragen in dieser Angelegenheit gern zur Verfügung.

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