Abgeltung­steuer – Stück­zinsen sind (nach wie vor) steuer­pflichtig

15.01.2020

Wenn der Käufer einer Kapitalforderung dem Verkäufer ein Entgelt für die Zinsen des laufenden Zinszahlungszeitraums zahlt, die auf den Zeit­raum bis zum Verkauf entfallen, spricht man von Stückzinsen. In zwei Urteilen hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass ab dem Ver­anlagungszeitraum 2009 (nach Einführung der Abgeltungsteuer) bezo­gene Stückzinsen als Gewinn aus der Veräußerung einer sonstigen Kapitalforderung zu versteuern sind. Das gelte auch, wenn die veräu­ßerte Forderung vor dem 01.01.2009 erworben wurde.

Der BFH sah in den Besteuerungsregeln keinen Verfassungsverstoß. Die im Rahmen des Jahres­steuergesetzes 2010 erfolgte Festschrei­bung der Steuerpflicht von Stückzinsen habe nur die bestehende Rechtslage klargestellt.

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